Hängeseilbrücke Geierlay

Parkour-Park Kirchberg

Träger

Stadt Kirchberg

Status

Projekt in Umsetzung

Projektbeschreibung

"Parkour" ist eine ursprünglich in Frankreich von Jugendlichen entwickelte Sportart. Der Traceur („Läufer“) bewegt sich dabei ohne Hilfsmittel schnell, elegant und effizient durch den urbanen und natürlichen Raum. Die Wege, die hierbei benutzt werden, entspringen eigenen Ideen, vorhandenen Mög-lichkeiten und dem eigenen Können. Jugendliche springen und hüpfen über Hindernisse, hangeln sich an unwegsamen Elementen entlang und entwickeln dabei eine erstaunliche Phantasie. Und: sie konzentrieren sich, entwickeln enormes Körper- und Selbstbewusstsein. Parkour verlangt ein hohes Maß an Kör-perbeherrschung, Selbsteinschätzung und Disziplin sowie Konzentration und geistige Stärke.

Die Idee war und ist, die Hindernisse und Erschwernisse des Lebens zu kompensieren, sich einen "Parkour" für das Leben zu schaffen. Eine innovative, höchst spannende Sportart, der es gelingt die Unwegsamkeiten des Lebens zu reflektieren und neuen Mut zu fassen. Die zugrundeliegende Philosophie dieser Sportart kehrt sich vom Wettbewerb ab, ist nicht leistungs- sondern bedürfnisorientiert und schließt die Persönlichkeitsbildung und den respektvollen Umgang miteinander ein. Es geht darum seinen Körper zu fordern, aber nicht zu überfordern. Eingeübt werden Kraft, Koordination, Schnelligkeit und Effektivität sowie das Vertrauen in den eigenen Körper. Der besondere Vorteil beim Parkour ist, dass jeder nach seinen Möglichkeiten mitmachen kann. Zielgruppe sind Jugendliche (Jungen und Mädchen) ab ca. 13 Jahren und junge Erwachsene. 

Das Besondere an diesem Projekt ist die umfassende Einbindung der Trendsportart Parkour in die Ju-gendarbeit der Stadt Kirchberg, insbesondere in die des Jugendzentrums „Am Zug“. Das Projekt wurde gemeinsam mit den Jugendlichen und Vertretern der Stadt Kirchberg entwickelt und soll auch gemeinsam umgesetzt werden. Dadurch ist das Vorhaben nicht nur innovativ sondern besitzt auch ein Alleinstel-lungsmerkmal in der Region.

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden pädagogisch begleitet, aktiv beteiligt und soziales Engagement wird gefördert. Durch dieses Miteinander erhält das Projekt auch eine Art Vorbildfunktion für andere Kommunen (Pilotcharakter).

Die Trendsportart Parkour (frz. le parcour) hat großen Zuspruch von Sportlern aller Generationen. Gerade der niederschwellige Einstieg in diese besondere Form der Bewegung ermutigt zum Mitmachen. Dem modernen Zeitgeist entsprechend, lässt sich Parkour sehr leicht mit anderen gesellschaftsrelevanten Momenten verbinden. Eine Wanderung durch die Hunsrücker Landschaft führt dann eben auch mal am Parkour-Park Kirchberg vorbei und lädt zum Betätigen ein. Der prägnante Unterschied zu herkömmlichen Sportarten ist der niederschwellige Zugang, der keine besonderen Vorkenntnisse erwartet.

Genutzt werden kann der Parkour

  • von den örtlichen Schulen als Bestandteil oder Ergänzung ihres Sportunterrichts 
  • von den Familien der Stadt und der Region Kirchberg an den Nachmittagen, Wochenenden und in den Ferien zur Freizeitgestaltung
  • vom Jugendzentrum „Am Zug“ in Kirchberg
  • von Urlauber- und Besucherkindern
  • von den Sportvereinen zum Kinder- und Jugendtraining
  • von Migranten
  • von allen, die eine „sinnvolle Freizeitbeschäftigung“ suchen, teils auch von mobilitätseinge-schränkten Personen

Als Partner – auch mit pädagogischem Blick – soll das Jugendzentrum „Am Zug“ in das Projekt mit ein-gebunden werden. Aus dem Umfeld dieser Einrichtung entstand der Gedanke einen stadteigenen Parkour-Park anzulegen. Das Jugendzentrum plant im Rahmen der offenen Kinder- & Jugendarbeit bei der Projektumsetzung den Parkour-Park Kirchberg mit anderen Angeboten und Projekten zu verknüpfen, um immer wieder neue Kinder und Jugendliche auf diesen Platz der sportlichen Begegnung aufmerksam zu machen.

Weitere Kooperationen sind angedacht mit:

  • dem TuS Kirchberg 1909 e.V.
  • der Polizeischule am Flughafen Frankfurt/Hahn
  • den Kirchberger Schulen. Dort gibt es verschiedene Angebote im Ganztagsbereich, die sich gut kombinieren lassen.
  • Interessierten BürgerInnen und Interessensgemeinschaften
  • Zur besseren Vermarktung des Parkours wird vor allem die Zusammenarbeit mit der tourist-Information Kirchberg, der Hunsrück-Touristik und dem Naturpark Soonwald-Nahe angestrebt.

Erklärtes Ziel ist es, möglichst viele Kirchberger Bürgerinnen und Bürgern in Bewegung zu bringen und für dieses Projekt zu begeistern. Der Platz könnte Anreize bieten, dort Veranstaltungen abzuhalten, oder bestehende Projekte mit dem Parkour-Park zu verknüpfen. Dieses besondere Angebot in Form eines Platzes der in vielerlei Hinsicht sportlich genutzt werden kann, ist ein kostbares Gut. Diesem Fakt sind sich alle beteiligten Akteure (auch Teenager und Heranwachsende) bewusst und werden entsprechend ihren verantwortungsvollen Umgang damit zum Ausdruck bringen.

Weitere Ziele sind:

  • Schaffung eines neuen Angebots. Dadurch Verbesserung der Attraktivität der Stadt als Ziel für Jugendliche.
  • Millieuübergreifend Jugendliche mit verschiedenen Backgrounds hierdurch in Verbindung zu bringen
  • Nutzung als außerschulischer Lernort für Schulklassen
  • Körper- und Lebensbewusstsein zu intensivieren und in Einklang zu bringen.

Der Parkour-Park Kirchberg wird bewusst mit ebenerdigem Zugang angelegt. Eventuelle Stufen und Treppen sind nur im unmittelbaren Sportaktionsfeld anzutreffen. Somit können Gehbehinderte, Rollstuhl-fahrer, Blinde und sonst wie körperlich beeinträchtigte Menschen an diesem Platz anwesend sein und je nach Möglichkeit selber mitmachen. 

Förderung EU 10.000,00 €
Förderung Land -
Eigenanteil 10.000,00 €
Kostenbeteiligung Dritte -
Gesamtkosten 20.000,00 €
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Bilder