LEADER wird seit 2007 innerhalb des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) umgesetzt. Mit den Mitteln aus diesem Fonds werden Maßnahmen der 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU mitfinanziert. Die beiden Säulen und damit die beiden Finanzierungsinstrumente ELER und EGFL (Europäischer Garantiefonds für die Landwirtschaft) sind seit 2023 erstmals in den sogenannten Strategieplänen der Mitgliedsstaaten zusammengefasst, welche die bisherigen Entwicklungsprogramme für den ländlichen Raum abgelöst haben.
In der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) ab 2023 werden als wichtigste langfristige Ziele definiert:
- Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft
- Gewährleistung der nachhaltigen Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und Klimaschutz
- ausgewogene räumliche Entwicklung der ländlichen Wirtschaft und der ländlichen Gemeinschaften, einschließlich Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen
Im Mittelpunkt stehen die Förderung eines intelligenten, krisenfesten und diversifizierten Agrarsektors und der Ernährungssicherheit. Außerdem sollen die Umwelt besser geschützt und der Klimaschutz deutlich verbessert werden. Weitere Ziele sind die Stärkung des sozioökonomischen Gefüges der ländlichen Räume, um die wirtschaftlichen Chancen aller Akteure der Wertschöpfungsketten, gerade auch mit Blick auf die Lebensmittel- und Ernährungssicherheit, unabhängig von Sektoren, Produktionsweisen oder Vermarktungswegen zu erschließen und nachhaltige Wirtschaftsweisen wie der ökologische Landbau weiter auszubauen.